Ernsthafte Atemwegserkrankungen bei Renn-Greyhounds

Wichtiger Rat – ernsthafte Atemwegserkrankungen bei Renn-Greyhounds

Das GBGB (Greyhound Bord of Great Britain – Greyhound-Renn-Verband) wurde durch das tierärztliche Unterkomitee über eine nicht charakteristische Zunahme von ernsthaften Lungenerkrankungen bei Renn- Greyhounds informiert.
Bei einer kleinen Zahl dieser Fälle mussten Greyhounds zur Notfallbehandlung in die Tierklinik eingewiesen werden. Von diesen Greyhounds sind einige an der Krankheit gestorben. Weil es sich nicht um eine Epidemie handelt, und sich wohl auch nicht zu einer ausweiten wird, rät man Trainern und Rennbahnen- Tierärzten die folgenden Ratschläge hinsichtlich einer sonst möglichen ernsthaften Entwicklung zu berücksichtigen.
Weitergehender Rat sollte im Ernstfall bei den lokalen Tierärzten gesucht werden oder es sollte, für die Meldung und einen speziellen Rat, die Hotline des GBGB unter 0207 421 3779 angerufen werden, die 24 Stunden Uhr erreichbar ist. Information für Trainer und tierärztliche Chirurgen über Krankheiten, Biosicherheit und Desinfektion sind hier verfügbar.

Simon Gower, tierärztlicher Direktor des GBGB sagte: “Es gibt zwei Arten von Atemwegerkrankungen bei Hunden; eine Infektion der oberen Atemwege, üblicherweise durch einen Virus verursacht und ‘Zwingerhusten’ genannt, und eine Infektion der unteren Atemwege, die durch Bakterien verursacht wird.
Hunde mit schwachen Hustensymptomen können eine ernsthaftere bakterielle Lungenentzündung entwickeln, die in einigen wenigen Fällen fatale Folgen haben kann. Hunde, die fit und gesund sind, werden 1 bis 2 Tage “farblos” erscheinen und gelegentlich husten. Diese benötigen selten eine Behandlung.
Sekundäre bakterielle Infektionen produzieren üblicherweise einen nasalen Ausfluss, einen feuchten Husten, hohe Temperatur und eine generelle Abgeschlagenheit. Diese Fälle verlangen nach sofortiger tierärztlicher Versorgung.

Schwere Fälle von blutiger Lungenentzündung mit schnellem, flachem Atmen oder Keuchen führen zu offensichtlicher Lethargie oder zu einem Zusammenbruch des Greyhounds, manchmal mit blutigem Nasenausfluss. Der Hund wird eine Temperatur (Fieber) über 39 C° (103 F°) haben.
Greyhounds mit dieser Krankheit tendieren NICHT zum Husten, egal ob sie bereits den Zwingerhusten hatten oder nicht. Dies sind medizinische Notfälle und die Tiere werden ohne sofortige tierärztliche Versorgung – intravenöse Verabreichung von Flüssigkeit und Antibiotika – sterben.
Keuchende Greyhounds sind medizinischen Notfälle und müssen umgehend tierärztliche Versorgung bekommen. Verzögerungen können fatale Folgen haben.”

Die folgende Liste zeigt die wichtigsten Aktivitäten auf:

Informieren Sie auf schnellstem Wege den lokal verantwortlichen Steward. Er wird bei der Meldung der Krankheit behilflich sein.
Alle Hunde mit Kontakt zu kranken Tieren müssen für mindestens 7 Tage in Isolation.
Sichern Sie gute Biosicherheit, wie Hygiene und Desinfektion
Kranke oder keuchende Greyhounds, die in den betreffenden Zwingern mit kranken Tieren in Kontakt waren, sollten in diesem Zwinger isoliert werden. Isolation bedeutet die Unterbringung in einem Gebäude OHNE Kontakt zu gesunden Hunden.
Besondere Wachsamkeit ist auf Rennstrecken geboten, wo mögliche Kontakte stattgefunden haben.
Als generelle Regel sollte befolgt werden, dass alle Zwingerneuzugänge für mindestens 7 Tage unter Quarantäne gestellt werden, und während dieser Zeit weder auf die Rennbahn noch hart arbeiten sollen.
Jeder Greyhound, der sich “farblos” für ein Rennen präsentiert und/oder wiederholt hustet, sollte abseits der anderen Greyhounds untersucht werden. Jeder Greyhound, der im Verdacht steht, an einer ansteckenden Lungenerkrankung zu leiden, muss umgehend aus dem Paddock entfernt und nach Hause geschickt werden.
Wenn andere Greyhounds desselben Zwingers Grund zu Bedenken geben, sollten alle Hunde dieses Trainers vom Rennen zurückgezogen und nach Hause geschickt werden.
Tritt eine schwere Atemwegserkrankung auf der Rennbahn auf, so muss der Greyhound sofort zum Tierarzt gebracht werden.

Quelle: http://www.thedogs.co.uk/news-article.aspx?newsID=386